Psychiatrie als Gebiet der Medizin beinhaltet Diagnostik (Erkennung), Therapie (Behandlung) und Prävention (Vorsorge) der seelischen Erkrankungen des Menschen einschließlich Forschung und Lehre. Weil bei seelischen Krankheiten auch körperliche Störungen auftreten und psychische, soziale sowie somatische (körperliche) Bedingungen an der Entstehung beteiligt sind, muß Psychiatrie (klinisch und wissenschaftlich) sowohl psychologische, soziale als auch biologische Therapieansätze pflegen.

Welche Patienten werden hier behandelt?

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik übernimmt zusammen mit der Psychiatrischen Klinik der LMU die Versorgung der Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen.

Was ist das Behandlungsziel?

Da jeder Mensch ein Individuum ist, orientiert sich unser Behandlungsziel an den individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der uns anvertrauten Menschen. Dabei kann das Ziel ein selbständigeres Leben mit verbesserter Lebensqualität sein, bis hin zur vollen sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. Mögliche Hilfen zur Bewältigung des Lebensalltags werden gemeinsam erarbeitet. 

Was geschieht hier mit einem Patienten?

Auf der Grundlage der medizinisch-psychiatrischen Diagnostik erstellen wir in Absprache mit der Patientin/dem Patienten ein Therapieprogramm mit dem Ziel einer bestmöglichen Unterstützung bei Überwindung der Akutphase und zur Stabilisierung. Dabei bildet die medikamentöse Therapie in der Regel die Grundlage für weitere therapeutische Maßnahmen.

Unser Anliegen ist es, den Patienten/innen zur Bewältigung ihres Lebensalltags mögliche Hilfe aufzuzeigen. Zusätzlich zu den unten angeführten Therapieangeboten unterstützen unsere multiprofessionellen Teams bei der Entscheidung zu Berufsausbildungs- oder Rehabilitationsmaßnahmen und beraten bei der Wahl der gewünschten Wohnform (eigene Wohnung, Wohngemeinschaft, Heim, Familienpflege, etc.).

Vor der Entlassung bieten wir Kontaktaufnahme zu den ambulanten Einrichtungen an und unterrichten über Nachsorgemöglichkeiten, damit der Übergang aus dem "geschützten Raum" Krankenhaus in den Alltag möglichst ohne Einbrüche und Krisen gelingen kann.

Wie werden Patienten untergebracht?

Die Stationen sind gemischt-geschlechtlich belegt mit zur Zeit 18 - 27 Betten, in der Regel verteilt auf 2- bis 3-Bettzimmer (einige Einzelzimmer).  

Was für Therapien und Behandlungsmethoden werden angewendet?

  • Medizinisch-psychiatrische Diagnostik und Grundversorgung
  • Tiefenpsychologisch fundierte und verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppentherapie
  • Soziotherapie
  • Ergotherapie
  • Arbeitstherapie
  • Musiktherapie
  • Tanztherapie
  • Kunsttherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Reittherapie
  • Training lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Physikalische Therapie
  • Psychoedukatives Training
  • Familien- und Partnergespräche
  • Angehörigengruppen
  • Ambulante Nachbetreuung

Chefarzt Dr. Till Krauseneck .    Pflegedienstleitung  Brigitta Wermuth

 

Informationen zur Aufnahme gibt's hier .