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Phasen des Kochtrainings

Um die Tätigkeitsabläufe zu erfassen und umzusetzen, erhalten die Patienten speziell -patientengerecht- erstellte Arbeitsblätter. Dieses Informationsmaterial wird nach Beendigung des Kurses den Patienten in einer Sammelmappe ausgehändigt. Diese Unterlagen erleichtern den Patienten Gelerntes in ihrer häuslichen Situation wieder ins Bewusstsein zu rücken und nachzuvollziehen.

Schwerpunkte bei der Rezeptauswahl sind der saisonale Einkauf, der zur Verfügung stehende Etat und ein zeitlich begrenzter Rahmen in der Ausführung. Rezepte sollen für den Patienten leicht nachvollziehbar sein.

Phasen des Kochtrainings

 

1. Planungsphase (Rezepte sind vorgegeben)

Als Einstieg erklärt die Hauswirtschaftsleiterin (HWL) den gesamten Ablauf des Kochtrainings. Gemeinsam formulierte Ziele werden noch einmal in Erinnerung gerufen.
Zum jeweiligen Gericht erfolgt eine kleine Ernährungslehre.

2. Einkauf

Dieser wird aus zeitlichen Gründen von der HWL erledigt.

 3. Vorbereitungsphase

Die Vorbereitungsphase stellt einen ganz bedeutenden Abschnitt des Kochtrainings dar.
Um die Aufmerksamkeit und Konzentration auf die bevorstehenden Arbeitsabläufe zu lenken, wird über Sinn und Ablauf dieser Phase gesprochen. Dieses Gespräch motiviert die Patienten und erleichtert ihnen mit den Vorbereitungen zu beginnen. Möglich auftretende Schwierigkeiten können frühzeitig erkannt und verhindert werden.

4. Kochphase

Die Patienten treffen die Vorbereitungen und stellen die benötigten Zutaten und Küchenutensilien bereit. Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, beginnen die Patienten selbständig mit dem Kochen.

5. Essen

Freiräume während der Kochphase werden zum Decken des Tisches genutzt. Das anschließende Essen findet in gemeinschaftlicher Runde statt.

Essgewohnheiten werden vermittelt:

  • Gründliches, langsames Kauen (Vorverdauung - Wohlbefinden)
  • Genießen der Speisen
  • Keine negativen Gespräche führen

Patienten sollen die Fähigkeit entwickeln, ihre Meinung zu äußern, ob sie mit ihrem Ergebnis zufrieden sind. Die Aufgabe der HWL ist, auf ein positives Gruppenklima zu achten.
Eine weitere soziale Komponente ist das Beachten gesellschaftlicher Regeln und der gemeinsame Beginn sowie das Beenden des Essens.

6. Nacharbeitungsphase

Das Nacharbeiten in der Küche ist ein wesentlicher Bestandteil des Haushaltungstrainings. Es vervollständigt diese Abläufe in seiner Gesamtheit.

7. Reflexion

Um die Patienten nicht zu überfordern, findet die Reflexion am darauf folgenden Tag als erster Punkt statt.
Es wird festgestellt, ob sich die Kursteilnehmer an die vorgegebenen Ziele (Phasenablauf) gehalten haben bzw. sich erinnern können. Dieses Feedback dient gleichzeitig für die erneuten bevorstehenden Aufgaben. Außerdem werden die einzelnen Abläufe noch einmal ins Bewusstsein gerufen und gefestigt.

Abschließend wird festgestellt, dass die therapeutische Anleitung und Führung sehr wichtig ist. Hierdurch können die Patienten in ihrer Handlungsfähigkeit wesentlich gefördert werden.

 

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