Konzern    Übersicht    Drucken    Schriftgröße
Suche

Sie sind hier  Medizinisches Leistungsangebot  Zentrum für Altersmedizin und Entwicklungsstörungen  Abteilung für Menschen mit Geistiger Behinderung, Autismus und anderen Entwicklungsstörungen  Sympathische Psychiatrie

Kooperierende Einrichtungen im SYMPA-GB-Forschungsprojekt:

 „SYMPAthische Psychiatrie“ für Menschen mit geistiger Behinderung, Autismus und anderen Entwicklungsstörungen-Projekt am kbo Isar-Amper-Klinikum München-Ost

 

„SYMPAthische Psychiatrie“ - unter diesem Motto führen wir auf der Spezialstation für Menschen mit geistiger Behinderung, Autismus und anderen Entwicklungsstörungen (Leitung: Dr. Franziska Gaese) derzeit ein systemisch-familienorientiertes Behandlungskonzept ein.

 

Unter diesem Motto nehmen auch alle Stations- und Ambulanz-Mitarbeiter zusammen mit acht kooperierenden Einrichtungen der Behindertenhilfe an einem Praxisforschungsprojekt teil (siehe Grafik). Dieses trägt den Titel SYMPA-GB (SYstemtherapeutische Methoden in der Psychiatrischen Akutversorgung von Menschen mit Geistiger Behinderung). Es basiert auf dem im Bereich der Allgemeinpsychiatrie bereits seit Jahren erfolgreich praktizierten Konzept SYMPA (Schweitzer & Nicolai, 2010).

SYMPA-GB, das bedeutet für unsere Mitarbeiter eine auf über zwei Jahre angelegte Weiterbildung durch das Helm Stierlin Institut (Prof. Dr. Elisabeth Nicolai) http://www.hsi-heidelberg.com/. Hier werden die Grundlagen einer systemischen Arbeitsweise intensiv vermittelt, eingeübt und erprobt.

 

SYMPA-GB beinhaltet aber auch eine mehrjährige Begleitforschung durch das Institut für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Jochen Schweitzer), bei der unsere Abteilung aktiv mitwirkt. Die Forschung geht der Frage nach, wie sich die SYMPA- Weiterbildung sowohl auf das Wohlbefinden von Patienten bzw. Bewohnern als auch auf die Befindlichkeit von Mitarbeitern in Heim und Klinik auswirkt. Zusätzlich wird untersucht, wie die erlernten Arbeitsweisen dauerhaft praktisch umgesetzt werden können.

Ein wesentliches Ziel dieses Forschungsprojekts besteht für unsere Abteilung in einer verbesserten Betreuung und Behandlung von Menschen mit geistiger Behinderung. Dies wollen wir erreichen durch eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: Patienten, Mitarbeitern, Angehörigen sowie gesetzlichen Betreuern. Im Aufnahme- und Behandlungsprozess legen wir Wert auf die Berücksichtigung individueller Ideen und Anliegen, auf einen ressourcenorientierten und gewaltfreien Umgang mit Konflikten und auf Zielvereinbarungen, die mit allen Beteiligten abgestimmt werden.

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter liegt uns ebenso sehr am Herzen. Durch die intensive SYMPA-GB-Weiterbildung streben wir eine Erleichterung der Arbeitssituation unserer pflegerischen, ärztlichen und fachtherapeutischen Klinik-Mitarbeiter an. Schließlich weisen erste Forschungsergebnisse darauf hin, dass mit der Umsetzung von SYMPA Mitarbeiterbelastungen und stationäre Konflikte reduziert werden können und die Mitarbeiterzufriedenheit steigt (Schweitzer & Nicolai, 2010).

Das Projekt wird gefördert von der Heidehof-Stiftung in Stuttgart http://www.heidehof-stiftung.de

LiteraturSchweitzer, J. & Nicolai, L. (2010). SYMPAthische Psychiatrie. Handbuch systemisch-familienorientierter Arbeit. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

 

Startseite