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Geschichte der Depressionsstation Haus 29

Im April 1994 wurde die Depressionsstation als eine der ersten Spezialstationen am kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost gegründet. Im Laufe der Jahre wurden weitere Spezialstationen konzeptionell entwickelt und eröffnet, wie die DBT-Station für Borderline-Erkrankung oder das Traumazentrum.
1998 folgte der Umzug ins heutige Haus 29, das zum alten Jugendstilbaubestand der Klinik gehört. Gegründet wurde die Depressionsstation durch Frau Prof. Dr. Dr. Margot Albus, M.Sc. (damalige Chefärztin, ehemalige Ärztliche Direktorin des Klinikums), Herrn Dr. Herbert Pfeiffer (damaliger Oberarzt, heutiger Chefarzt des kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Nord) und Herrn Johann Eittinger, bis heute Stationsleiter der Depressionsstation. Auch Ilona Geyer, heutige stellvertretende Stationsleitung, ist seit Gründung der Station dabei.
Gemeinsam mit dem Team entwickelte Dr. Herbert Pfeiffer ein klar aufgebautes Behandlungskonzept für die stationäre Depressionsbehandlung. Eine strukturierte Dokumentation der Symptome, ein medikamentöser Stufenplan mit zeitlich klar definierten Schritten für Ansetzen und Wirkungsbeurteilung der antidepressiven Medikation, das gesamte Spektrum der medikamentösen Strategien inklusive Augmentationsstrategien wie Schilddrüsenhochdosis-Therapie, Zusatzverfahren wie die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) waren entscheidende Bausteine des biologisch orientierten Behandlungskonzepts. Zum heutigen Zeitpunkt wird rTMS nicht mehr angeboten, dafür kann im Klinikum mittlerweile wieder die Elektrokonvulsionstherapie durchgeführt werden.
In den folgenden Jahren fand das heutige multiprofessionelle Team von Haus 29 zusammen. Die meisten Teammitglieder verfügen über viele Jahre Erfahrung in der Depressionsbehandlung. Bereits in der Anfangszeit der Station wurde eine Psychoedukationsgruppe installiert, in der wichtige Informationen zu Symptomen und Diagnose der Depression und Erklärungsmodelle der Depression vermittelt werden. Für das psychotherapeutische Behandlungskonzept waren die Inhalte der kognitiven Therapie der Depression und die interpersonelle Psychotherapie maßgeblich. Es bestanden eine „Aktivitätsgruppe“ sowie eine „kognitive Gruppe“. Über einen langen Zeitraum arbeitete die Station eng mit renommierten Supervisoren zusammen, zunächst mit Frau PD Dr. Elisabeth Schramm (Universitätsklinikum Freiburg), später mit PD Dr. Markos Maragkos (Fakultät für Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München).
Seit 2012 wird das zuvor überwiegend biologisch orientierte Behandlungskonzept um spezifische psychotherapeutische Behandlungsstrategien der Depression erweitert. Ein integratives Erklärungsmodell der Depression und die aktive Krankheitsbewältigung gehören zu den Grundprinzipien unseres Behandlungskonzeptes. Neue Therapieverfahren wie die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie der Depression, das „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapie“ (CBASP) und zuletzt die "Akzeptanz- und Commitment-Therapie" wurden integriert.
Das Team der Depressionsstation Haus 29 verbindet in seiner Arbeit langjährige Erfahrung in der Depressionsbehandlung mit Offenheit für Neues. Mit dieser Haltung arbeiten wir an der Weiterentwicklung eines ausgewogenen Therapiekonzeptes für die Depressionsbehandlung.

 

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